Für den Urlaub wünscht man sich, dass alles glatt läuft. Schließlich will man nicht auch hier noch Probleme wälzen. Leider lassen sich Problem nicht immer vermeiden. Unverschuldet schlittert man in sie hinein. Wenn es ganz dicke kommt, hat sogar niemand wirklich Schuld und die Lösung liegt im Dunklen.

So ist es auch uns ergangen. Bei einem neuerlichen Urlaub in Schweden mieteten wir bei einer großen Touristikagentur ein Ferienhaus. Als wir an der Rezeption der Verwaltung um 17 Uhr ankamen, war es bereits dunkel. Uns wurde der Schlüssel übergeben und viel Spaß gewünscht.

Nach einer halben Stunde Fahrt, kamen wir endlich an. Das Haus war sogar noch weiter von Menschen entfernt, als unsere letzte Ferienwohnung Bad Hindelang, welche am Rand eines Waldes lag. Zu unserem Erschrecken mussten wir feststellen, dass der Schlüssel nicht passte, was aber eher nebensächlich war, da die Tür fast komplett aus den Angeln gestemmt worden war. Einbruch, ganz offensichtlich, denn auch das Sonnensegel hing zerfetzt an der Pergola herunter.

Ohne viel nachzudenken, fuhren wir wieder zurück zur Rezeption. Dort wurde der Sachverhalt geklärt und nach einer Lösung gesucht. Die Dame dort war sehr nett, sie versorgte uns mit heißen Getränken, während ihr Kollege wie wild telefonierte und dabei mit irgendwelchen Bonrollen hantierte. Leider kam dabei nur eine Notlösung heraus. Es gab noch ein Ferienhaus, von dem aber niemand wusste, ob es auch wirklich frei war, weil die Frühschicht offenbar keinen Eintrag hinterlassen hatte.

Wir fuhren also einem Mitarbeiter der Verwaltung hinterher, bis zu einem kleinen, beleuchteten(!) Haus. Damit wurde dann auch diese Frage geklärt. Daraufhin telefonierte der Mitarbeiter mit der Rezeption, welche folgenden Vorschlag machte: Wir hätten die Wahl, ob für uns kurzfristig ein Hotel gesucht werden sollte, oder, ob wir eine Nacht in den Zimmern der Verwaltung übernachten. Durch die zweite Möglichkeit konnten wir zwei Tagesmieten zurückbekommen, zumal die Erste auch zu lange gedauert hätte…